Tag 5 auf Teneriffa – Inselrundfahrt

229th Feb 2008Urlaub

Der letzte vollständige Tag auf Teneriffa geht dem Ende zu – leider! So langsam stellt sich nämlich wirklich eine Art von Urlaubsfeeling ein. Ich für meinen Fall wäre gerne noch ein paar Tage länger geblieben, Schwesterchen garantiert auch. Aber man soll ja bekanntlich aufhören wenn es am schönsten ist und als wenn ich es geahnt hätte, habe ich für morgen die Rückflüge gebucht. Obwohl, eigentlich bin ich auch noch gar nicht so richtig braun geworden, ob ich die Flüge wohl doch noch auf den letzten Drücker umbuchen soll, um ein paar Tage dran zu hängen?

Nein, besser nicht. Denn wie ich heute wieder festgestellt habe, gibt es immer noch Ecken auf Teneriffa, die ich noch nicht kenne und nicht gesehen habe. So hat man wenigstens einen Grund, außer Sonne tanken, um wieder zu kommen.

Heute stand eigentlich ein wenig Siteseeing auf dem Programm. Ronja und ich hatten gestern abend unsere Karte von Teneriffa studiert und uns ein paar Ecken rausgesucht, die vielleicht einen Besuch wert sind. Eine davon war der westliche Zipfel von Teneriffa. Dort sollten laut Karte irgendwelche Ruinen und ein Leuchtturm zu finden sein. Also haben wir uns dann heute wie immer gegen Mittag auf den Weg gemacht.

Zuerst ging es aber mal an die Tankstelle, unser Twingo war am verdursten und für uns gab es ein kaltes Eis mit auf den Weg. Apropos Tankstelle, da können sich die Deutschen echt mal eine Scheibe von abschneiden. Hier wird man betankt, während des tankens reinigt ein anderer Boy die Windschutzscheibe, vom feinsten. Naja, feiner wäre es, wenn statt dem Boy ein Girl die Arbeit übernehmen würde, aber man kann ja nicht alles haben.

Frisch betankt ging es dann weiter. Glückerlicherweise stellte sich Ronja als begnadete Kartenleserin heraus, denn ich musste ja fahren, sonst wären wir da wahrscheinlich nie angekommen. Irgendwann standen wir dann vor einem Schild, dass die weitere Wegstrecke als “gesperrte Strasse” kennzeichnete, denn während Wind- oder Regentagen müsse man mit Erdrutschen oder Steinschlag rechnen. Betreten des Geländes für Personen mit Vollmacht nur auf eigene Gefahr. Vor dem Schild standen eine Menge Leute, rätselten ob sie jetzt weiterfahren sollten oder nicht. Wir haben nur einmal kurz angehalten, um das Schild zu fotografieren. Dann habe ich das Gaspedal heruntergedrückt und wir sind sozusagen hupend weitergefahren. Scheiss Touristenpack! ;)

Ein paar Minuten später wussten wir dann auch, warum die Benutzung der Strasse nur auf eigene Gefahr war. Sie schlängelte sich ziemlich nah am Abgrund an einer Steilküste entlang, direkt über uns Felsen über Felsen, schon nicht ganz ungefährlich. Die Krönung waren dann der ein oder andere Tunnel, ohne Beleuchtung, einfach so aus dem Fels gehauen. Nach dem sich das ganze dann einige Kilometer hingestreckt hat, kamen wir dann auf eine weite Ebene. Von einer Ruine, die man besichtigen konnte, fehlte allerdings jede Spur. Dafür endete die Strasse dann allerdings an einem Leuchtturm, umgeben von Klippen und malerischen Buchten. Traumhaft! Also haben wir das Auto stehen gelassen und sind zu Fuss weiter, ein wenig die Gegend erkunden und Fotos machen.

Danach ging es dann weiter in den Süden von Teneriffa, das Ziel sollte Los Christianos sein, wo wir uns noch ein wenig Sonne am Strand gönnen wollten. Der Weg führte uns wieder durch die Berge und hat sich endlos hingezogen, da die Strasse sich serpentinenmäßig an den Bergen entlang gezogen hat und man für ein paar Kilometer endlos lange brauchte. Macht nichts, wir konnten während der Fahrt den wahnsinnigen Ausblick genießen und dank dem großem Schiebedach ein wenig Sonne tanken. In Los Christianos haben wir uns dann wie geplant an den Strand gelegt und ein wenig in der Sonne gebrutzelt. Ob es was gebracht hat ist schwer zu sagen, es war ja schon Spätnachmittag und die Sonne stand bereits sehr tief. Egal.

Eigentlich wollten wir danach noch ein paar Punkte abfahren, aber die Route, die wir uns rausgesucht haben, schlängelte sich auch an den Bergen entlang und es wurde immer später und dunkler. Eigentlich kein Problem, aber das Licht an unserem Twingo war dermaßen bescheiden, dass man im dunkeln eigentlich nur auf gut beleuchteten Strassen fahren konnte. Daher haben wir unsere Tour abgebrochen und sind auf die Autobahn, öhm, Autopista del Sur, ausgewichen. Von da auf die Autopista Norte und ab nach Hause, mit einem Zwischenstop im Einkaufszentrum unseres Vertrauens, denn wir hatten Hunger und mussten noch eine Kleinigkeit zum Abendbrot zu uns nehmen. Gut das man hier auf Teneriffa bis spät Abends einkaufen kann!

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2 Comments RSS Kommentare

  1. Ronja (2. März 2008, 01:13).

    ich hab beim ruine googeln übrigens rausgefunden, dass es auf teneriffa eine geisterstadt gibt… irgendwo im süden… hatte das auch auf der karte gesehen, nur gedacht, es wäre ein noch laufendes sanatorium…
    sanatorio de abona.
    *aufschreib*

  2. Uli (2. März 2008, 17:35).

    Ah, okay. Klingt interessant! Müssen wir uns merken für den nächsten Urlaub auf der Insel ;)

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