Cloverfield – Land unter in New York
Gestern abend war ich mal wieder im Kino und habe mir den Film “Cloverfield” angesehen. Nachdem ich im Vorfeld bereits einiges darüber im Radio gehört und auch im Internet gelesen hatte, begann mich der Film zu interessieren, so dass ich ihn mir unbedingt ansehen wollte. Und ich muss ganz klar sagen, es hat sich gelohnt, wobei das aber auch Geschmackssache ist, jeder wird sich mit der Art der Kamerafühung nicht anfreunden können.
Der Title “Cloverfield“, übersetzt so viel wie “Kleefeld”, hat mal rein gar nichts mit dem Film an sich zu tun, daher kann man allein vom Namen her nicht darauf schließen, dass es sich um einen Katastrophenfilm handelt, bei dem ein Monster in New York halb Manhatten in Schutt und Asche legt.
Man könnte jetzt “oh nein, noch ein Monsterfilm” a la Gozilla und Co denken, aber meiner Meinung nach weit gefehlt. Klar, natürlich ist es nur ein weiterer ein Monsterfilm, aber allein durch die special Effekts und die verwirrende Kameraführung sticht er schon aus der Masse heraus.
Gefilmt wurde Cloverfield mit einer Handkamera, so dass es ausschaut, als würde einer der Beobachter der Katastrophe die Geschehnisse mit einer normalen Digicam filmen. Denn genau so kommt es im Film rüber. Zwischendurch wird auch schon mal ein wenig der Boden gefilmt, das Bild ist unscharf, wechselt sehr schnell. In Amerika werden die Kinobesucher sogar vor dem Film gewarnt, dass durch die Kameraführung, welche ein wenig an Blair Witch Projekt erinnert, Übelkeit und Schwindel hervorrufen kann.
Im Internet wurde vor dem Kinostart ein riesen Hype um den Film gemacht. Es wurde viel diskutiert und Theorien aufgestellt, um was für einen Film es sich genau handelt, da nicht viele Informationen bekannt gegeben wurden. Auch gibt es extra MySpace Profile der Hauptdarsteller des Films, so dass ein direkter Kontakt und Meinungsaustausch mit den Hauptdarstellern des Films statt finden konnte. Zusätzlich gab es noch diverse Webseiten, auf denen Infos zum Film preis gegeben wurden, die aber erstmal gefunden werden mussten.
Selbst die Trailer, die man vorab zu Marketingzwecken im Netz gestreut hatte, gaben nicht wirklich etwas von dem Film preis. Ich habe selber bei einer viralen Kampagne mitwirken und einen Cloverfield Trailer über einige meiner Video Portale verbreiten dürfen. Zum Kampagnenstart durfte ich keine Infos zum Trailer bekannt geben, man wollte die Diskussion der User anregen.
Der Trailer an sich hat auch wieder nicht unbedingt etwas mit dem Film zu tun, man sieht nur Bilder einer Katastrophe auf einer Bohrinsel, wiederum gefilmt von einem Beobachter bzw. Arbeiter der Bohrinsel.
Zwar bleiben am Endes des Films einige Fragen offen. Zum Beispiel, um was für ein Monster es sich handelt, wo es herkommt, was aus einigen der Hauptdarsteller oder dem Monster wird. Aber das ist denke ich Stoff für einen zweiten Teil. Soweit ich das gelesen habe, verhandelt man gerade über eine Fortsetzung des Films.
Fazit: Wer wirklich mal einen außergewöhnlichen Film sehen möchte, keine Probleme mit verwirrender Kamerafühung hat und nicht zu schreckhaft ist, sollte unbedingt den Gang ins Kino wagen. Diesen Film muss man einfach im Kino auf einer großen Leinwand sehen. Und sagt dem Kinovorführer, er soll den Sound ordentlich aufdrehen, denn dieser ist wirklich klasse!
Wer mehr über den Film wissen möchte, sollte sich mal bei Wikipedia umsehen. Dort wird die Handlung recht gut und detailiert beschrieben, auch sind dort weitere Hintergrundinformationen abrufbar.


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